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Wanddurchbruch · Kosten in NRW 2026 transparent aufgeschlüsselt

Statik, Maurerarbeiten, Entsorgung, Bauantrag — welche Positionen ein Wanddurchbruch in Nordrhein-Westfalen 2026 zusammenrechnet. Mit Festpreis-Korridor, Beispielrechnung und Hinweis zur Verfahrensfreiheit nach § 62 BauO NRW.

Wanddurchbruch · Kosten in NRW 2026 — was wirklich anfällt

Die häufigste Frage am Telefon: „Was kostet ein Wanddurchbruch?” Die ehrliche Antwort: Es kommt darauf an. Aber wir können den Korridor präzise machen. Diese Anleitung führt Sie durch alle Positionen, die ein Wanddurchbruch in einer tragenden Wand eines nordrhein-westfälischen Wohngebäudes 2026 zusammenrechnet — vom Statik-Honorar bis zur Putz-Wiederherstellung.

Die sechs Positionen

Jeder Wanddurchbruch summiert sich aus den gleichen Positionen. Nur die Beträge wandern je nach Lage, Wandstärke und Befund.

PositionKorridor nettoAnteil typisch
Statik (prüffähig)450–950 Euro15 %
Maurerarbeiten1.800–3.500 Euro50 %
Stahlsturz Material220–500 Euro8 %
Entsorgung + Schutz330–550 Euro10 %
Putz und Anstrich (Wiederherstellung)350–800 Euro12 %
Puffer für Unvorhergesehenes10–15 %5–10 %
Summe Standard 2 m Öffnung3.200–5.800 Euro

Wo die Maßnahme bauantragspflichtig wird, kommen 800 bis 1.800 Euro netto für die Genehmigungsplanung dazu — inklusive der Mitwirkung eines AKNW-eingetragenen Partner-Architekten für die LP 4.

Beispielrechnung Reihenhaus Bonn

Ein typischer Fall aus unserer Praxis 2026: Reihenhaus aus den 1970er Jahren, Wandstärke 17,5 cm Kalksandstein, geplante Öffnung 2,1 Meter zwischen Wohnen und Esszimmer. Decke oberhalb mit Stahlbeton 18 cm. Keine Asbestbelastung.

PositionBetrag
Statik580 Euro
Maurerarbeiten (Festpreis)2.450 Euro
HEB 160, 2,4 m280 Euro
Container 3 m³ + Stellung320 Euro
Putz und Anstrich480 Euro
Puffer 12 %495 Euro
Gesamt netto4.605 Euro
zzgl. 19 % USt875 Euro
Gesamt brutto5.480 Euro

Der Bauantrag entfiel nach § 62 BauO NRW, da die Maßnahme keinen Eingriff in die Außenwand oder die Geschossdecke darstellte. Der Standsicherheitsnachweis verbleibt beim Bauherrn als Nachweis.

Sechs Schritte zum belastbaren Festpreis

  1. Statik-Festpreis einholen — vor allem anderen.
  2. Maurerangebote einholen — auf Basis der Statik und Stahlliste.
  3. Stahlsturz beschaffen — HEB-Profil als Lagerware.
  4. Entsorgung und Schutz kalkulieren — Container plus Staubschutz.
  5. Bauantrag prüfen — § 62 BauO NRW meist verfahrensfrei.
  6. Pufferposition einplanen — 10 bis 15 Prozent.

Versteckte Kostenfallen

Drei Befunde verschieben den Korridor regelmäßig nach oben:

  • Asbestverdacht im Putz (Bauten 1960–1980) — TRGS-519-Sanierung 800 bis 2.500 Euro
  • Beschädigte Versorgungsleitungen — Elektroinstallateur 300 bis 700 Euro
  • Unklare Auflagersituation im Bestand — Lastverteilungsplatte 250 bis 600 Euro

Diese Befunde lassen sich vor Beginn nur bedingt ausschließen. Wir empfehlen daher den Puffer von 10 bis 15 Prozent auf den Gesamtbetrag und eine ehrliche Befund-Klausel im Maurerangebot.

Was Festpreis bei uns bedeutet

Festpreis heißt: Was im Angebot steht, gilt. Mehrkosten entstehen nur bei nachträglich beauftragten Leistungen oder bei Schadstoffbefund, der vor Beginn nicht erkennbar war. Wir dokumentieren in jedem Fall den Befund und stimmen die Mehrarbeit schriftlich ab.

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Vor-Ort-Termin innerhalb 7 Tagen, Festpreis 450 bis 950 Euro netto für die statische Leistung, anschließend Maurer-Vermittlung über unser Rheinland-Netzwerk mit zweitem Festpreis. Sie entscheiden auf Basis von zwei klaren Zahlen.

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Inhaltlich geprüft nach Stand der Veröffentlichung. Konkrete Vorhaben bedürfen einer individuellen Beratung — die Beispielwerte ersetzen keinen § 7 Abs. 2 HOAI-Angebotsschritt.

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