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Köln gehört zu den anspruchsvollsten Bauplätzen im Rheinland — dicht bebaute Quartiere, Gründerzeitbestand neben Nachkriegszeile, erhaltungsrechtliche Satzungen, eine Bauaufsicht, die jede zweite Tragwerks-Annahme prüfen lässt. Wir planen hier mit zehn Jahren Profession und über 70 realisierten Bauvorhaben im Rheinland. Als Generalplanung in interdisziplinärer Hand übernehmen wir Konzept, Moodboard, Variantenstudie, Entwurf, Ausführungsplanung und Bauleitung selbst — die Genehmigungseinreichung (HOAI Leistungsphase 4) läuft in Kooperation mit einem in der Architektenkammer NRW eingetragenen Partner-Architekten.
Was wir in Köln planen
Die häufigsten Anlässe, mit denen Kölner Bauherren bei uns landen, sind in dieser Reihenfolge: Wanddurchbruch in Eigentumswohnungen und Reihenhäusern, Bestandserwerb mit Sanierungsfahrplan, Anbau und Aufstockung im Altbau, Tragwerksplanung für Neubauten am Stadtrand. Jeder dieser Anlässe beginnt mit einer Vor-Ort-Bestandsaufnahme — ohne Fernschätzung, ohne Foto-Statik. Wir öffnen, wo nötig, einzelne Bauteile zur Materialaufnahme, dokumentieren das Bestandstragwerk und übersetzen die Aufnahme in einen prüffähigen Standsicherheitsnachweis.
Die statische Berechnung erfolgt nach Eurocode mit den deutschen Nationalen Anhängen. Wir stellen für jeden Eingriff in eine tragende Wand das vollständige Berechnungs- und Bemessungspaket aus: Lastannahmen, Schnittgrößen, Bemessung der neuen Sturzkonstruktion, Auflagernachweis, Setzungs- und Verformungsbetrachtung. Wo wir größere Eingriffe begleiten — Aufstockung, Geschoss-Umlagerung, Stützenausbau — kommt die Fachbauleitung Tragwerk dazu, in Kooperation mit dem ausführenden Maurer- oder Stahlbau-Unternehmen.
Für Neubauten im Kölner Speckgürtel übernehmen wir die volle Generalplanung über die HOAI-Leistungsphasen 1 bis 3 und 5 bis 9 — Bedarfsplanung, Konzept, Variantenstudie, Entwurfs- und Ausführungsplanung sowie Bauleitung. Tragwerk und Bauphysik laufen integriert. Die Genehmigungsplanung LP 4 binden wir über unseren AKNW-Partner-Architekten ein, weil die große Bauvorlageberechtigung für Vorhaben oberhalb der §-70-BauO-NRW-Schwelle dort liegt.
Lokale Bauordnungs-Hinweise Köln
Köln ist eine Große kreisfreie Stadt nach § 60 Bauordnung NRW. Für Wohngebäude bis Gebäudeklasse 3 läuft der Bauantrag im vereinfachten Verfahren nach § 64 BauO NRW; oberhalb GK 3 greift das reguläre Genehmigungsverfahren. Wanddurchbrüche in bestehenden Wohngebäuden sind in Köln häufig verfahrensfrei (§ 62 BauO NRW Anlage), bleiben aber an den prüffähigen Standsicherheitsnachweis gebunden.
Bei Eingriffen in die Fassade oder Kubatur ist in mehreren Kölner Quartieren eine erhaltungsrechtliche Satzung nach § 172 BauGB zu beachten — insbesondere in Teilen der Innenstadt, Nippes und der Südstadt. Wir klären die Quartierslage frühzeitig mit der Bauaufsicht. Die Stellplatzsatzung der Stadt Köln (Stand 2026) ist bei Anbau und Nutzungsänderung relevant — Stellplatzablösen sind im Stadtgebiet zulässig, der Hebesatz liegt deutlich über dem rheinischen Mittel.
Für Sanierungen im Bestand gilt das GEG 2024 mit der Übergangsregelung bis 2026 — Heizungstausch unter der 65-Prozent-Regel, Wärmebrücken nach DIN 4108-2 oder Beiblatt 2, U-Wert-Anforderungen nach Anlage 7. Wir stellen die Nachweise im Zuge der Sanierungsfahrplan-Erstellung (iSFP) mit auf.
Behörden vor Ort
Bauaufsichtsamt der Stadt Köln, Willy-Brandt-Platz 2, 50679 Köln. Die Bauaufsicht arbeitet stadtbezirklich aufgestellt, der Erstkontakt läuft zentral über das Bauaufsichtsamt. Eingaben sind im ELSTER-Format und über das digitale Bauportal NRW möglich. Wir koordinieren die Genehmigungseinreichung über unseren AKNW-Partner-Architekten und begleiten Sie bei den Bauaufsichts-Terminen vor Ort.
Projekte im Umfeld
Aus unseren rund 70 realisierten Vorhaben im Rheinland zwei lokal nahe Referenzen: der Bungalow Solitär Frechen (2023) auf dem Kölner Westufer — Konzept, Tragwerk und Bauleitung in einer Hand; und das Sanierungsprojekt Phönix Neuss (2024) — Wiederherstellung der Tragstruktur eines Reihenmittelhauses nach Dachstuhlbrand. Beide Vorhaben zeigen die Spannweite, in der wir uns bewegen: vom kleinen Solitär bis zur Komplettsanierung tragender Strukturen im Bestand.
Anreise und Reichweite
Unser Büro sitzt in Wesseling, Herseler Straße 2–10. Von dort decken wir einen 50-Kilometer-Radius rund um den Standort ab. Köln-Innenstadt liegt 25 bis 35 Minuten entfernt, die Kölner Vororte zwischen 15 und 30 Minuten. Vor-Ort-Termine sind im linksrheinischen Stadtgebiet in der Regel innerhalb von sieben Werktagen verfügbar.
Hinweis zur Profession
Robin Henn ist Bauingenieur, nicht Architekt — die Selbstbezeichnung „Architekt” ist nach § 2 Baukammerngesetz NRW Mitgliedern der Architektenkammer NRW vorbehalten. Konzept, Moodboard, Variantenstudie, Entwurf, Ausführungsplanung und Bauleitung erbringen wir als Generalplanung selbst. Die HOAI-Leistungsphase 4 (Genehmigungseinreichung) läuft in Kooperation mit einem AKNW-eingetragenen Architekten. Diese Trennung steht transparent in jedem Angebot.